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06.11.2008

Menschenhandel inmitten eines Idylls

Die senegalesische Insel Goree ist ein Mahnmal gegen Sklaverei



Menschenhandel inmitten eines Idylls - Bild: KNA_182626
Menschenhandel inmitten eines Idylls - Bild: KNA_182631

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Menschenhandel inmitten eines Idylls - Bild: KNA_182639
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Es ist ein pittoreskes Inselidyll, das sich den Passagieren des kleinen Ausflugsbootes nach der knapp 20-minütigen Tour auftut: Bunte Häuser in warmen Tönen, üppige Blumen und Palmen, ein wunderbarer Sandstrand - es könnte die Toskana oder die Provence sein. Doch das Paradies war jahrhundertelang genau das Gegenteil: Die kleine Insel mit knapp 1.000 Einwohnern, drei Kilometer vor der senegalesischen Hauptstadt Dakar gelegen, steht wie wohl kaum ein anderer Ort für die Geschichte der Sklaverei.

Es waren genau jene netten, kleinen Häuser, in denen die Händler der menschlichen Ware wohnten. So wenig augenfällig dies dem Besucher zunächst wird, so deutlicher wird das Schicksal der Verschleppten im "Maison des Esclaves" aus dem Jahr 1778. Die Holländer bauten das ganz in Rosa gehaltene Gebäude. Betroffenheit macht sich bei den Touristen breit, wenn der Fremdenführer über das Leben in den engen, nur mit einer vergitterten Luke versehenen Zellen im Erdgeschoss berichtet...

[Text: Christian Woelfel | Fotos: Katharina Ebel]

Datenbankstichwort: Sklaveninsel Goree


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