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06.03.2009

Schaedel und Skelette auf Priestergewaendern

Ausstellung ueber Todessymbole auf liturgischen Textilien



Schaedel und Skelette auf Priestergewaendern - Bild: KNA_190817
Schaedel und Skelette auf Priestergewaendern - Bild: KNA_190821

Schaedel und Skelette auf Priestergewaendern - Bild: KNA_190827
Schaedel und Skelette auf Priestergewaendern - Bild: KNA_190829

Schaedel und Skelette auf Priestergewaendern - Bild: KNA_190831
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Zwei gekreuzte Knochen und ein Schädel auf schwarzem Samt. Aus der Nase des Totenkopfes und aus seinem halb geöffneten Mund ragen die Schwanzspitzen zweier Schlangen heraus, aus den beiden Augenhöhlen ihre zwei Köpfe. Dieses Zeichen prangt nicht etwa auf dem T-Shirt eines Jugendlichen, es ist die Vorderseite eines Priestergewandes von 1630, gut 70 Jahre älter als die Piratenflagge "Jolly Roger".

"Was soll das?", fragte sich Imke Lüders, als sie zum ersten Mal solche Priestergewänder und Bahrtücher gesehen hat, die mit zerbrochenen Knochen, Totenköpfen und tanzenden Skeletten verziert sind. Die Kunstgeschichtlerin machte ein besonders auffälliges Exemplar, das 6,5 x 4,5 Meter große Kasseler Totentanztuch, zum Thema ihrer Magisterarbeit. Für ihre Promotion weitete sie ihre Forschungen auf weitere Textilien für den Gottesdienst aus. Bis zum 30. April werden einige der von ihr untersuchten Stoffe im Kasseler Museum für Sepulkralkultur ausgestellt. Titel der Schau: "Der Tod auf Samt und Seide - Todesdarstellungen auf liturgischen Textilien des 16. bis 19. Jahrhunderts"...

[Text: Agathe Lukassek | Fotos: Wolfgang Radtke]

Datenbankstichwort: Priestergewänder


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