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14.05.2009

Der Suppenbrunzer im Herrgottswinkel

Das Brauchtum der Heilig-Geist-Taube erinnert an das Pfingstfest



Der Suppenbrunzer im Herrgottswinkel - Bild: KNA_189305
Der Suppenbrunzer im Herrgottswinkel - Bild: KNA_189309

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Der Suppenbrunzer im Herrgottswinkel - Bild: KNA_189313

Der Suppenbrunzer im Herrgottswinkel - Bild: KNA_189318
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Seit 300 Jahren ist die Schnitzarbeit in der Glaskugel für die Region des Bayerischen Waldes belegt, wie von Zülow erzählt. Als er selbst vor fast 50 Jahren in die Gegend an der heutigen tschechischen Grenze kam, sei das Brauchtum nahezu ausgestorben gewesen. Vor 20 Jahren fing der Herrgottsschnitzer von Bodenmais - wie er sich selbst nennt - wieder an, Heilig-Geist-Tauben zu schnitzen und in die Glaskugel zu verpacken. Vor allem Heimatkundler, aber auch Menschen mit Sinn für Traditionen, hätten ihn auf die "Suppenbrunzer" gebracht, die früher einmal zur Ausstattung jedes Hauses gehörten.

Seinen Spitznamen bekam die Heilig-Geist-Taube durch ein ganz profanes Phänomen und ihrem Platz im Herrgottswinkel der guten Stube, wie von Zülow erklärt: Brachte die Bäuerin früher das Essen, meist war es eine Suppe, bildeten sich an der Glaskugel durch die Wärme Kondenswasser und später Tropfen. Die landeten dann wieder im Topf, kurz und derb nannten die Bauern ihre vermeintlich undichte Taube "Suppenbrunzer", Suppenpisser...

[Text: Christian Woelfel | Fotos: Katharina Ebel]

Datenbankstichwort: Suppenbrunzer


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