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30.10.2009

Galileis Erbe

Florenz birgt die kostbarsten Schaetze des Forschergenies



Galileis Erbe - Bild: KNA_196149
Galileis Erbe - Bild: KNA_196155

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Der Beweis, das Galilei Recht hatte, liegt auf dem Tisch von Professor Francesco Palla. Es ist ein fein ziselierter Jovilab, ein Instrument zur Positionsbestimmung der Jupitermonde unter Berücksichtigung der Erddrehung. Gebaut wurde es nach Berechnungen Galileo Galileis, doch erst lange nach dessen Tod. Wäre er selbst auf die Idee gekommen, sein Wissen anders zu kombinieren, hätte er, so Palla, mit dem Jovilab vor den Kardinälen den Trumpf für seine These in der Hand gehabt: dass die Erde sich doch bewegt und um die Sonne dreht.

Palla ist so etwas wie der Erbe und Nachbar Galileis. Der drahtige, sonnengebräunte Physiker leitet die staatliche astronomische Forschungsstelle Arcetri über den Dächern von Florenz. Ein Hain alter Ölbäume und Zypressen führt von den weißen Kuppeln des Observatoriums hinüber zu der Villa, in der Galilei seine letzten elf Lebensjahre verbrachte. Die Anknüpfung an den großen Forscher stand hinter dem Beschluss, das moderne Institut 1870 gerade an diesem Ort zu gründen…

[Text: Burkhard Juergens | Fotos: Katharina Ebel]

Datenbankstichwort: Galileis Erbe


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