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14.05.2010

Vom Staatsfeind zum Seligen

Ein Museum gedenkt des Solidanosc-Priesters Popieluszko



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Das weiße Hemd, die Stoffhose, die Schuhe und die Soutane hängen in einem dunklen Raum. Es ist die Kleidung, die der Priester Jerzy Popieluszko trug, als er am 19. Oktober 1984 das Pfarrhaus in der Warschauer Hozjusza-Straße verließ. Der damals 37-jährige Geistliche sollte nicht mehr lebend in seine Wohnung zurückkehren. Popieluszko wurde am gleichen Tag von Agenten des Sicherheitsdienstes der damaligen Volksrepublik Polen entführt und später ermordet. Seine Kleidungsstücke, die Schnur, mit der er gefesselt wurde sowie die Tatwaffe - ein Schlagstock - sind die stummen Zeugen des Verbrechens und heute Ausstellungstücke im Warschauer Popieluszko-Museum. Auch 25 Jahre nach der Tat ist der Priester, der eine wichtige Stimme Polens im Kampf für die Freiheit war und am 6. Juni selig gesprochen wird, bei seinen Landsleuten unvergessen...

[Text und Fotos: Markus Nowak]

Datenbankstichwort: Popieluszko


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