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10.06.2010

Falsche Mönche an einem mystischen Ort

Wie ein Männerchor auf dem Berg Oybin für neues Leben sorgt



Falsche Mönche an einem mystischen Ort - Bild: KNA_214859
Falsche Mönche an einem mystischen Ort - Bild: KNA_214861

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Falsche Mönche an einem mystischen Ort - Bild: KNA_214869

Falsche Mönche an einem mystischen Ort - Bild: KNA_214870
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Wenn Fackeln das jahrhundertealte Gemäuer erhellen und die tiefen Stimmen der Sänger erklingen, dann verwandelt sich die alte Klosterruine von Oybin in einen wahrhaft mystischen Ort. Wo einst Cölestiner-Padres einem Leben gemäß den frommen Mönchsregeln "Ora et Labora" nachgingen, haucht heute ein Männerchor dem Klosterberg im Zittauer Gebirge neues Leben ein. Rund 30 Freizeitsänger schlüpfen regelmäßig in kirchliche Gewänder und geben als gottesfürchtige Ordensbrüder religiöse und weltliche Lieder zum besten.

"Wir nehmen an, dass schon die ersten Cölestinermönche singend hier auf dem Berg gezogen sind", sagt Günter Arndt. Der 61-Jährige zieht ein weißes Untergewand, die Tunika, an, und stülpt ein schwarzes Obergewand, das Skapulier, darüber. Dabei fügt er hinzu, dass die Mönchszüge historisch gar nicht nachgewiesen seien, zumindest nicht im Mittelalter. Als sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts vielerorts Gesangsvereine gründeten, entstand auch im Zittauer Gebirge ein Männerchor, der 1851 erstmals einen Auftritt in Form eines Mönchszugs auf dem 514 Meter hohen Klosterberg absolvierte... 

[Text und Fotos: Markus Nowak]

Datenbankstichwort: Mönchszug Oybin


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