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26.08.2010

Kreuzweg auf dem Todesstreifen

Inoffizielles Einheitsdenkmal erinnert an Leiden zu DDR-Zeiten



Kreuzweg auf dem Todesstreifen - Bild: KNA_218994
Kreuzweg auf dem Todesstreifen - Bild: KNA_219000

Kreuzweg auf dem Todesstreifen - Bild: KNA_219003
Kreuzweg auf dem Todesstreifen - Bild: KNA_219006

Kreuzweg auf dem Todesstreifen - Bild: KNA_219017
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Meterlange Eisenschienen, pulverbeschichtete Rohre und haufenweise Wellblech lagern in der Werkstatt des Bildhauers Ulrich Barnickel. Wenn der 54-jährige Künstler ans Werk geht, wird es ohrenbetäubend laut, stechender Geruch liegt in der Luft, und es sprühen Funken. In seinem Atelier im osthessischen Schlitz ist schwer vorstellbar, dass der Künstler an einem besonderen Mahnmal für die Wende vor 20 Jahren arbeitet: einem 1,5 Kilometer langen Kreuzweg. 

Seit vielen Monaten schweißt, schmiedet und schmilzt er Skulpturen. Fast alle 14 Stationen stehen inzwischen am "heißesten Ort, des Kalten Krieges" - auf dem früheren Todesstreifen am "Point Alpha" bei Geisa. Am 3. Oktober 2010 - und damit genau 20 Jahre nach der Deutschen Einheit - soll das inoffizielle Einheitsdenkmal, ein ungewöhnlicher Kreuzweg, entlang der einstigen innerdeutschen Grenze eingeweiht werden...

[Text und Fotos: Markus Nowak]

Datenbankstichwort: Kreuzweg


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