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14.10.2010

Ein Leben für die Menschlichkeit

Vor 100 Jahren starben die Gründer des Roten Kreuzes



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Dies ist die Geschichte der großen Idee eines gescheiterten Geschäftsmanns und seines Rivalen. Am 30. Oktober vor 100 Jahren starb der Schweizer Henri Dunant, verarmt und zurückgezogen in Heiden am Bodensee. Ohne ihn gäbe es das Rote Kreuz nicht und auch nicht das humanitäre Völkerrecht. Aber ohne die Unterstützung seines bis heute weitgehend unbekannten Freundes und späteren Widersachers Gustave Moynier wäre aus Dunants Idealismus vielleicht nie Realität geworden.

Solferino, 24. Juni 1859: Dunant blickt auf das Schlachtfeld, das österreichische und italienische Truppen hinterlassen haben: 40.000 Verwundete, Sterbende und Tote, um die sich keiner kümmert. Der Schweizer hat schon in jungen Jahren seine Mutter bei Armen- und Krankenbesuchen begleitet, jetzt ist er eigentlich auf dem Weg zu Napoleon III. Dunant ist erschüttert, er zögert nicht lange: Seinen Kutscher schickt er in die nächste Stadt, um Nahrungsmittel, Medizin und Verbandsmaterial zu besorgen. Dann überzeugt er die Frauen von Castiglione delle Stiviere, sich um die Verwundeten zu kümmern...

[Text: Katharina Ebel und Christoph Renzikowski | Fotos: Katharina Ebel]

Datenbankstichwort: Rotes Kreuz


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